Zusätzliche Aufgaben für die Erhebung von Zollgebühren und Einfuhrsteuern beim Checkout

Nachdem du die Erhebung von Zollgebühren und Einfuhrsteuern beim Checkout aktiviert hast, musst du „Delivered Duty Paid (DDP)“-Versandetiketten drucken, um anzuzeigen, dass die Zollgebühren und Einfuhrsteuern bereits von der Kundschaft bezahlt wurden. Je nach deinem Shop musst du möglicherweise einige Informationen deines Shops aktualisieren, dich auf Flash-Verkäufe vorbereiten oder Richtlinien für Rückerstattungen entwickeln. Überprüfe die folgenden Aufgaben, bevor du international versendest.

DDP-Versandetiketten kaufen und verwenden

Nachdem du damit begonnen hast, beim Checkout Zollgebühren und Einfuhrsteuern zu erheben, musst du für deine internationalen Bestellungen DDP-Versandetiketten anstelle von Standard-Versandetiketten kaufen und verwenden. Wenn du beim Checkout Zollgebühren erhebst, aber ein Standard-Versandetikett verwendest, werden deiner Kundschaft bei der Zustellung trotzdem Zollgebühren und Einfuhrsteuern in Rechnung gestellt. In diesem Fall bezahlt deine Kundschaft die Zollgebühren und Einfuhrsteuern doppelt.

Wenn Zollgebühren für eine internationale Bestellung erhoben werden, wird in den Details dieser Bestellung die Position Zollgebühren aufgeführt. Überprüfe, ob die Zollgebühren und Einfuhrsteuern für jede internationale Bestellung erhoben wurden, bevor du ein DDP-Etikett kaufst. Wenn du eine Bestellung mit Zollgebühren von 0 versendest, kannst du DDP-Versandetiketten verwenden, um sicherzustellen, dass für deine Kund:innen keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Wenn beim Checkout ein Fehler aufgetreten ist, wurden die Zollgebühren und Einfuhrsteuern möglicherweise nicht erhoben und du solltest für diese Bestellung ein Standard-Versandetikett verwenden.

Nachdem du deine erste Rechnung von einem Versanddienstleister erhalten hast, vergleiche die Gebühren im Checkout mit den am Versandziel berechneten Zollgebühren, um zu überprüfen, ob Zollgebühren und Einfuhrsteuern korrekt berechnet werden. Wiederhole diesen Vorgang regelmäßig. Wenn du erhebliche Unterschiede zwischen den im Checkout berechneten Zollgebühren und Einfuhrsteuern und dem von den Zollbehörden berechneten Betrag feststellst, solltest du dein Setup überprüfen, um sicherzustellen, dass deine Zollgebühren und Einfuhrsteuern so genau wie möglich berechnet werden.

Handelsrechnungen erstellen

Jede internationale Bestellung erfordert eine Handelsrechnung. Du kannst digitale Handelsrechnungen, die vom Versanddienstleister auf dessen Website bereitgestellt werden, ausfüllen. Je nach Bestellung musst du die Handelsrechnung auf eine der folgenden Weisen erstellen:

  • Wenn für die Bestellung Zollgebühren und Einfuhrsteuern bezahlt wurden, dann markiere die Lieferbedingungen auf der Handelsrechnung als DDP, um anzugeben, dass die Zollgebühren und Einfuhrsteuern bezahlt wurden.
  • Wenn für die Bestellung keine Zollgebühren und Einfuhrsteuern bezahlt wurden, markiere die Lieferbedingungen auf der Handelsrechnung als DAP (Delivered At Place), um darauf hinzuweisen, dass Zollgebühren und Einfuhrsteuern noch nicht bezahlt wurden.

Um Diskrepanzen zwischen den Zollgebühren und Einfuhrsteuern, die du Kund:innen berechnest, und dem von den Zollbehörden erhobenen Betrag zu reduzieren, stelle sicher, dass du auf deiner Handelsrechnung korrekte Informationen verwendest. Überprüfe beim Erstellen deiner Rechnung, dass die folgenden Angaben sowohl auf der Handelsrechnung als auch in der Bestellung in deinem Shopify-Adminbereich übereinstimmen:

  • HS-Code
  • Herkunftsland oder -region
  • Preis nach Rabatten
  • Menge
  • Erhobene Zollgebühren und Einfuhrsteuern
  • Deine lokale Steuerregisternummer, wenn du Steuer auf geringwertige Waren erhebst

Aktualisierung deiner Versandbedingungen und Benachrichtigungen

Nachdem du die Erhebung von Zollgebühren und Einfuhrsteuern beim Checkout aktiviert hast, aktualisiere deine Versandbedingungen und deine Benachrichtigungsvorlagen, damit deine Kund:innen über deine Richtlinien und Gebühren für internationale Verkäufe informiert sind.

Aktualisiere deine Versandbedingungen in deinem Shopify-Adminbereich, indem du zu Einstellungen > Richtlinien gehst.

Wenn du die Standard-E-Mail-Vorlagen für Bestellbestätigung und Bestellrückerstattung verwendest, werden deine E-Mails automatisch aktualisiert, um die Position Zollgebühren zu enthalten, und du musst keine Änderungen vornehmen. Wenn du deine E-Mail-Vorlagen für Bestellbestätigung und Bestellrückerstattung angepasst hast, dann kannst du deinen Benachrichtigungsvorlagen Code hinzufügen, um eine Zeile für Zollgebühren hinzuzufügen.

Vorbereitung auf Flash-Verkäufe

Wenn du Flash-Verkäufe durchführst, solltest du in Erwägung ziehen, die Erhebung von Zollgebühren und Einfuhrsteuern beim Checkout zu deaktivieren, bis dein Sale abgeschlossen ist. Wenn du dich entscheidest, während deines Sales Zollgebühren und Einfuhrsteuern beim Checkout zu erheben, dann überprüfe deine Sale-Produkte, um sicherzustellen, dass für sie HS-Codes, Herkunftsland oder -region und Produktkategorie angegeben sind. Die Überprüfung, ob du diese Felder für deine Sale-Produkte ausgefüllt hast, hilft bei der Schätzung der Kosten für Zollgebühren und Einfuhrsteuern.

Rückerstattungen verwalten

Es liegt bei dir, wie du mit Rückerstattungen für Zollgebühren und Einfuhrsteuern umgehen möchtest. Beachte Folgendes, wenn du dich entscheidest, Rückerstattungen für Zollgebühren und Einfuhrsteuern anzubieten:

  • Wenn du eine Bestellung erstattest, die noch nicht ausgeführt wurde, kannst du dem/der Kund:in die Zollgebühren und Einfuhrsteuern zurückerstatten.
  • Wenn du eine Bestellung erstattest, die bereits ausgeführt wurde, kannst du dem/der Kund:in die Zollgebühren und Einfuhrsteuern zurückerstatten. Jedoch werden dir Gelder, die du für den Kauf von DDP-Etiketten verwendet hast, vom Versanddienstleister nicht zurückerstattet.

Wenn du eine Bestellung erstattest, für die Einfuhrsteuer bezahlt wurde, kannst du entscheiden, ob du die Steuer getrennt von anderen Zollgebühren zurückerstatten möchtest. Du kannst Einfuhrsteuer-Rückerstattungen einbehalten, wenn die von dir überwiesenen Gelder von der Zollbehörde nicht zurückgefordert werden können und du diese Kosten nicht für deine Kund:innen übernehmen möchtest.

Denke daran, dass die vollständige Rückerstattung der Bestellung die einzige Möglichkeit ist, zu verhindern, dass Kund:innen eine Bestellung bei ihrem Zahlungsanbieter anfechten.