Diskrepanzen bei Kund:innen und Sitzungen in Shopify Analytics

Shopify Analytics bietet Einblicke in die Anzahl einzigartiger Kund:innen und Sitzungen, aber verschiedene Faktoren können zu Unterschieden bei den Zahlen führen, die in den Berichten angezeigt werden. Auf dieser Seite werden die Gründe für diese Diskrepanzen erläutert, z. B. wie einzigartige Besucher:innen und Kund:innen gezählt werden und wie sich Analyse-Cookies und Datenschutzeinstellungen auf deine Daten auswirken.

Diskrepanzen bei der Anzahl der Besucher:innen und Kund:innen

Einige Berichte enthalten eine Spalte Besucher:innen oder Kund:innen, um anzuzeigen, wie viele einzigartige Personen mit einer bestimmten Aktion oder Eigenschaft verbunden sind. Die angegebene Gesamtzahl ist ein Näherungswert.

In einigen Berichten, wie z. B. Sitzungen im Zeitverlauf oder Gesamtumsatz im Zeitverlauf, kann es vorkommen, dass Besucher:innen oder Kund:innen in mehreren Zeilen gezählt werden. Beispielsweise könnte eine Person deinen Shop an einem Tag und einige Tage später erneut besuchen. Dies führt dazu, dass in den Zeilen für beide Tage jeweils der Wert 1 angezeigt wird. Da beide Besucherzahlen von einer einzigen Person stammen, wird der Gesamtwert ebenfalls als 1 angezeigt, anstatt sie zu 2 zu addieren. Im Gegensatz dazu zeigt die Spalte Sitzungen an, dass die Website zweimal besucht wurde.

In diesem Beispiel werden die Spalten Besucher und Kunden für einen Shop über einen Zeitraum von 3 Monaten angezeigt. Wenn die Gesamtbeträge von Spalten mit der Anzahl einzigartiger Personen in Berichten angezeigt werden, kann der resultierende Gesamtbetrag höher oder niedriger sein als die Summe der einzelnen Zeilen.

Beispieltabelle für die Diskrepanz der Gesamtanzahl von Besuchern und Kunden.
MonatBesucherKundenSitzungen
Gesamt261837
Januar10210
Februar11712
März9615

Vergleich von Sitzungen und Besuchern

Die Anzahl der Sitzungen und die Anzahl der Besucher:innen basieren auf Cookies. Cookies sind kleine Dateien, die auf dem Gerät von Besucher:innen (z. B. einem Desktop-Computer oder Smartphone) gespeichert werden, wenn sie deinen Onlineshop besuchen. Ein Cookie identifiziert das Gerät (also die besuchende Person). Ein anderes Cookie erfasst die Dauer der Sitzung.

Eine Sitzung endet nach 30 Minuten Inaktivität und um Mitternacht (UTC). Da dieselben Besucher:innen mehrere Sitzungen haben können, ist die Anzahl der Sitzungen in der Regel höher als die Anzahl der Besucher:innen.

Beispiel: Eine Person sieht sich 20 Minuten lang Produkte in deinem Shop an und kehrt dann 2 Stunden später für weitere 10 Minuten in deinen Shop zurück. In diesem Fall werden zwei Sitzungen und eine besuchende Person gemeldet. Wenn die Person deinen Shop stattdessen 5 Minuten lang ansieht, ihn verlässt und 10 Minuten später zurückkehrt, werden eine Sitzung und eine besuchende Person gemeldet.

Wenn du deinen Onlineshop ansehen möchtest, ohne dass dies als Sitzung in deinen Akquisitionsberichten gezählt wird, klicke in deinem Shopify-Adminbereich auf dem Desktop auf Ansehen Shop ansehen, um deinen Shop in einem neuen Browser-Tab zu öffnen. Jede andere Methode, deinen Onlineshop auf dem Desktop anzusehen, wird in deinen Berichten als Sitzung gezählt.

Wenn du deinen Onlineshop über die Shopify App auf dem iPhone oder Android aufrufst, wird dies als Sitzung in deinen Akquisitionsberichten gezählt.

Auswirkungen der Cookie-basierten Erhebung und Analyse von Kundendaten

Cookies spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhebung und Meldung von Analysen für deinen Onlineshop, indem sie kleine Textdateien auf dem Gerät von Nutzer:innen speichern, während diese surfen. Diese Cookies werden vom Webbrowser verarbeitet und gespeichert und ermöglichen die Sammlung wertvoller Einblicke in das Nutzerverhalten auf deiner Website, wie z. B. die Anzahl der Sitzungen, Seitenbesuche und Link-Klicks.

Cookies können potenziell genügend Informationen enthalten, um Nutzer:innen zu identifizieren. Weltweit regeln verschiedene Gesetze und Vorschriften die Erhebung und Nutzung dieser Informationen. Insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die ePrivacy-Richtlinie legen spezifische Richtlinien für Händler:innen fest, die im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und im Vereinigten Königreich (UK) tätig sind oder mit Kundschaft aus diesen Regionen zu tun haben. Diese Richtlinien geben vor, wie die Daten von Besucher:innen respektiert und erhoben werden sollen.

Wenn du als Händler:in im EWR oder im Vereinigten Königreich tätig bist, bist du möglicherweise bereits auf dieses Thema gestoßen und hast die notwendigen Anpassungen an deinen Datenschutzeinstellungen für Kunden vorgenommen. Wenn ein Cookie-Banner in bestimmten Regionen aktiv ist, werden Daten von Besucher:innen aus diesen Regionen erst nach Einholung der Einwilligung erhoben. Folglich kann es zu einer Reduzierung der für Analyse-, Marketing- und Personalisierungszwecke verfügbaren Datenmenge kommen. Dies kann sich in einer geringeren Anzahl von Sitzungen und anderen Kennzahlen, die auf Sitzungsdaten basieren, einschließlich der Conversion-Rates, bemerkbar machen.

Diese Datendiskrepanz tritt in der Regel auf, weil die Nutzer:innen der Erhebung ihrer Daten nicht zustimmen. Sie kann auftreten, wenn dein Shop entweder das Cookie-Banner von Shopify oder eine externe Datenschutz-App verwendet, die die Customer Privacy API nutzt.

Weitere Informationen zur effektiven Verwaltung deiner Cookie-Einstellungen findest du in der Dokumentation unter Verwalten deiner Datenschutzeinstellungen für Kunden.

Diskrepanzen zwischen dem Bericht „Kunden im Zeitverlauf“ und der Gesamtzahl der Kunden

Der Bericht Kunden im Zeitverlauf zeigt nur die Anzahl der Kund:innen an, die eine Bestellung in deinem Shop aufgegeben haben. Die Gesamtzahl in deiner Kundenliste enthält auch Kund:innen, die keine Bestellung in deinem Shop aufgegeben haben. Deine Kundenliste enthält beispielsweise auch Kund:innen, die sich für das E-Mail-Marketing angemeldet haben.

Du kannst ein Kundensegment erstellen, das nach Kund:innen filtert, die Bestellungen aufgegeben haben. Verwende dazu die folgende Segmentierung: orders_placed(since: <JJJJ-MM-TT>) = true AND orders_placed(until: <JJJJ-MM-TT>) = true. Ersetze JJJJ-MM-TT durch den gewünschten Datumsbereich. Wenn du die Gesamtzahl der Kund:innen ab der Eröffnung deines Shops bis zum Datum der Erstellung des Segments ermitteln möchtest, verwende das Eröffnungsdatum als since-Datum und das heutige Datum als until-Datum.

Diskrepanzen zwischen Sitzungen mit Conversion und der Anzahl der Bestellungen

Wenn du in deinen Sitzungsberichten eine Diskrepanz feststellst, bei der die Anzahl der Sitzungen mit Conversion niedriger ist als die Anzahl der Bestellungen in deinem Onlineshop, kann dies daran liegen, dass Kund:innen mehr als einen Kauf in einer einzigen Sitzung tätigen.

Beispielsweise kann es vorkommen, dass eine Person in einer einzigen Sitzung auf deiner Website mehrere separate Käufe tätigt, was zur Erfassung mehrerer Bestellungen führt, aber nur als eine einzige Conversion gezählt wird.

Conversions basieren auf dem Zuordnungsmodell des letzten Klicks und werden dem Ort zugeordnet, an dem die Conversion stattgefunden hat, nicht unbedingt der ursprünglichen Marketing-Empfehlung. Wenn eine Person über einen Marketing-Link auf die Seite kommt, diese aber wieder verlässt und in einer späteren Sitzung über einen direkten Link konvertiert, wird die Conversion der letzten Sitzung zugeordnet und als Direkt angezeigt. Wenn du das Tracking mit UTM-Parametern auf einer externen Plattform wie Google erstellt oder eine Kampagne auf Facebook eingerichtet hast, kann es sein, dass dort eine Sitzung mit Conversion stattfindet und du eine Diskrepanz zu deinen Shopify-Berichten feststellst. Du kannst die Conversion-Details bei der Bestellung überprüfen. Dort werden beide Sitzungsdetails angezeigt.