USMCA-Compliance-Checkliste für Lieferungen in die USA

Das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) ist ein Handelsabkommen, das am 1. Juli 2020 in Kraft getreten ist und Regeln für den zollfreien Versand zwischen diesen drei Ländern festlegt. Bevor du zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada versendest, kannst du diese Checkliste befolgen, um sicherzustellen, dass deine Produkte USMCA-konform versendet werden.

Schritt 1: Berechtigung für den Zollsatz ermitteln

Ermittle den Code des Harmonisierten Systems (HS-Code) deines Produkts über die Schedule B Search Engine des U.S. Census Bureau. Prüfe mit dem Tarif-Tool für Freihandelsabkommen (FTA), ob Null- oder reduzierte Zollsätze gelten.

Schritt 2: Anforderungen der „Ursprungsregeln“ überprüfen

Die Ursprungsregeln des USMCA sind der Schlüssel zur Inanspruchnahme von Zollvorteilen. Sie bestimmen, ob ein Produkt als „Ursprungsware“ in der USMCA-Region gilt und zollfrei oder zu einem ermäßigten Satz importiert werden kann. Sie bestimmen auch, ob eine Ware von Sonderzöllen befreit ist, wie sie im Februar/März 2025 gemäß dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängt wurden.

Ein Produkt kann auf verschiedene Weisen als USMCA-Ursprungsware gelten, zum Beispiel, wenn es eine der folgenden Bedingungen erfüllt:

  • vollständig in der USMCA-Region gewonnen oder hergestellt;
  • vollständig aus Ursprungsmaterialien hergestellt; oder
  • mit Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft hergestellt, aber spezifische Anforderungen erfüllend, wie z. B. die Regeln zum „Zolltarif-Sprung“.

Stelle sicher, dass du die erforderlichen Erklärungen oder Bescheinigungen von Lieferant:innen hast, insbesondere bei der Verwendung von Materialien von Dritten, um die Einhaltung der Ursprungsregeln nachzuweisen. Wenn dein Produkt nach den Ursprungsregeln anspruchsberechtigt ist, fahre mit Schritt 4 fort.

Erfahre, wie du das Ursprungsland eines Produkts bestimmst und hinzufügst.

Schritt 3: Dokumentation vorbereiten

Um für die Vorteile des USMCA in Frage zu kommen, müssen Lieferungen im Allgemeinen die folgenden Unterlagen enthalten:

  • Ein Zollanmeldeformular (z. B. CBP-Formular 7501), das angibt, dass die Artikel USMCA-Ursprungswaren sind
  • Ein gültiges USMCA-Ursprungszeugnis, das von der exportierenden Person ausgefüllt wurde (weitere Informationen in Schritt 5)
  • Eine Handelsrechnung
  • Ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief
  • Eine Packliste
  • Alle anwendbaren Genehmigungen, Lizenzen oder Zertifikate (z. B. für beschränkte Waren)

Schritt 4: Ein „Ursprungszeugnis“ erstellen

Fülle ein USMCA-Ursprungszeugnis aus und gib dabei die folgenden Informationen an:

  • Informationen zu Exporteur:in und Hersteller:in
  • Beschreibung und zolltarifliche Einreihung
  • Präferenzkriterium
  • Geltungszeitraum für identische Waren

Das Ursprungszeugnis enthält 9 Datenelemente und eine Zertifizierungserklärung. Eine Vorlage für ein Ursprungszeugnis findest du auf der Website der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde.

In Mexiko benötigen kommerzielle Lieferungen eine Zollrechnung. Importeur:innen von Textilien, Bekleidung und Schuhen müssen sich auch im offiziellen Register der Importeur:innen registrieren. In Kanada musst du eine Zollrechnung oder ein gleichwertiges Dokument und das Formular B3-3 an der Grenze einreichen.

Schritt 5: Auf den Ursprungsüberprüfungsprozess vorbereiten

Die Vorlage eines USMCA-Ursprungszeugnisses garantiert nicht, dass der Zoll es ohne Überprüfung akzeptiert. Die Zollbeamt:innen haben das Recht, den Ursprung der Waren zu überprüfen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Dies kann Fragebögen an den Exporteur/Hersteller, Besuche vor Ort und eine detaillierte Überprüfung der Unterlagen umfassen. Wenn die Qualifizierung fehlschlägt, kann dies zu Zollgebühren, Zinsen oder Strafen führen.

Schritt 6: Dein Produkt versenden und den Zoll abwickeln

Der letzte Schritt ist die Sicherstellung der Freigabe deiner Waren durch den Zoll. Sorge für eine reibungslose Zollabfertigung, indem du die folgenden Maßnahmen ergreifst:

  • Einreichung der Einfuhrdokumente
  • Zahlung von Zollgebühren, Steuern und Gebühren
  • Durchführung einer Prüfung/Inspektion, falls ausgewählt
  • Sicherstellung der Freigabe der Waren

Laufend: Aufzeichnungen führen

Die USMCA-Vorschriften verlangen von Exporteur:innen, dass sie detaillierte Aufzeichnungen über Transaktionen und Dokumentationen für mindestens 5 Jahre aufbewahren. Dazu gehören Ursprungsnachweise, Handelsdokumente und jegliche Korrespondenz im Zusammenhang mit der Lieferung.

Überprüfe regelmäßig deine USMCA-Dokumentation und -Prozesse, um die kontinuierliche Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen und dich auf mögliche Zollprüfungen vorzubereiten.

Ressourcen

Weitere Anleitungen und Updates findest du in den folgenden Ressourcen: